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Diese Seite wurde am 2025-12-12 aktualisiert und wird regelmäßig bei neuen Erkenntnissen überarbeitet.
Krabben sind weltweit in aquatischen Lebensräumen verbreitet, wobei sie von den arktischen Regionen um die Pole bis in die Tropen am Äquator anzutreffen sind. Die meisten Krabben besiedeln das Meer (marine Krabben) und kommen dort in fast allen benthischen Lebensräumen von der Tiefsee bis in die Gezeitenzone vor. Im Bereich der Gezeitenzonen in den Tropen sind sie besonders zahlreich, hier können Krabben mit bis zu 50 Tieren pro m2 einen Großteil der Biomasse ausmachen. Im Südlichen Ozean treten nur wenige Arten auf und hier vor allem in der Tiefsee. Die niedrigen Temperaturen und der relativ hohe Magnesium-Gehalt wirken auf Krebstiere lähmend. Durch die Erderwärmung dringen Krabben aber mittlerweile auch in den Bereich des antarktischen Kontinentalhangs vor und wurden schon in Tiefen von 720 m gesichtet. Quadratkrabben können sowohl im Salz- als auch im Süßwasser, teilweise auch an Land (semiterrestrisch) vorkommen. Vier Überfamilien kommen ausschließlich im Süßwasser vor (limnische Krabben): Gecarcinucoidea, Potamoidea, Pseudothelphusoidea und Trichodactyloidea. Heute sind etwa 19 % der Krabbenarten Süßwasserbewohner. Nach aktuellen phylogenetischen Studien fand die Anpassung an nichtmarine Lebensräume innerhalb der Krabben wahrscheinlich mindestens siebenmal und bis zu siebzehnmal unabhängig voneinander konvergent statt und mindestens zweimal gab es eine Rückbesiedlung von Meereslebensräumen.
Quellen: de.wikipedia.org
Da für den Übergang vom Meer in terrestrische Lebensräume zahlreiche grundlegende Anpassungen nötig wären, lebten die ursprünglichen Formen dieser Linien weitgehend in Gezeitenzonen oder angrenzenden Meeresbereichen, wodurch die ersten Schritte hin zum Leben an Land nur eine relativ geringe evolutionäre Hürde darstellten. Dennoch hat es bei den Krabben, im Gegensatz zu anderen Gliederfüßern, keine nennenswerte Besiedlung terrestrischer Lebensräume gegeben. Es gibt nur relativ wenige reine Landkrabben, die entweder einen marinen (Gecarcinidae) oder einen limnischen Ursprung (Gecarcinucidae und Pseudothelphusidae) haben. Die Abwesenheit von Wasser ist mit Problemen bei der Ausscheidung von Abfallprodukten, der Osmoregulation und der Atmung – Prozesse die über die Kiemen und die Antennendrüse ablaufen (s. o.) – sowie bei Häutung und Larvenverbreitung verbunden. Die Geocarcinidae kehren zur Eiablage in das Meer zurück. Die Süßwasserarten haben dotterreiche Eier und eine stark verkürzte Larvenentwicklung oder eine direkte Entwicklung ohne Larvenstadien. Terrestrische Krabben sind auf tropische und subtropische Regionen begrenzt, in denen es keine gravierenden Temperaturunterschiede gibt. Sie haben zudem Methoden entwickelt, ihren Wasserbedarf aus Kondenswasser und Bodenfeuchtigkeit zu decken. Trockenperioden werden durch Verschluss der Baue und Sommerruhe (Syn. Trockenschlaf oder Ästivation) überstanden. Wenige Arten haben sich an ein Waldleben angepasst. Sie nutzen Baumlöcher in Regenwäldern (z. B.
Quellen: de.wikipedia.org
Die meisten Krabben sind opportunistische Allesfresser (Omnivoren), wobei pflanzliches Material häufig vorherrschend ist. Die Tiere haben zwar oft eine Präferenz für pflanzliche oder tierische Nahrung, verschmähen aber auch die jeweils andere nicht. Selbst Pflanzenfresser können zu Fleischfressern oder gar Kannibalen werden und Artgenossen verspeisen, die sie insbesondere während oder kurz nach der Häutung attackieren, wenn der Panzer noch weich ist. Die Ernährungsweise kann zudem je nach geografischem Gebiet, Jahreszeit oder sogar Tageszeit wechseln. Zudem ändern sich die Ernährungsweisen im Zuge der Individualentwicklung von den Larvenstadien zu den ausgewachsenen Tieren. Die freischwimmenden Zoea-Larven ernähren sich dabei vor allem von Phyto- und Zooplankton und passen sich in späteren Entwicklungsstadien an die artspezifischen Ernährungsgewohnheiten an. Sedimentfresser ernähren sich von organischen Ablagerungen (Sedimenten) des Gewässerbodens, die aus Pflanzenresten, der Mikrovegetation (Microphytobenthos) und oft auch aus kleinen tierischen Lebewesen (Meiofauna) bestehen. Diese Ernährungsweise ist vor allem bei den Ocypodoidea anzutreffen. Sie wird durch einen Filterapparat aus modifizierten Mundwerkzeugen ermöglicht, der Schwebstoffe abtrennt. Pflanzenfresser (Herbivoren) ernähren sich von lebenden Pflanzen und Makroalgen, unter anderem durch das Abkratzen von Krustenalgen und das Ernten von fadenförmigen Algen als Substratbewuchs.
Quellen: de.wikipedia.org
Da Algen eine geringere mechanische Festigkeit als Pflanzen haben, ist der Aufwand zur Zerkleinerung und Verdauung geringer und reine Algenfresser haben weichere Mundwerkzeuge, teilweise mit löffelartigen Spitzen. Pflanzenfresser wie die meisten Landkrabben, die sich von Blättern, Streu und Gefäßpflanzenmaterial ernähren, sind dagegen mit kräftigeren und muskulöseren Scheren ausgestattet. Sie können erhebliche Schäden am Uferbewuchs verursachen, während Algenfresser in Korallenriffen eher einen positiven Effekt auf das Ökosystem haben, weil sie eine Überwucherung mit Algen verhindern. Fleischfresser (Carnivoren) ernähren sich von anderen Tieren und bejagen aktiv eine Vielzahl von aquatischen und terrestrischen Wirbellosen und sogar Fische, das schließt häufig auch den Kannibalismus an Artgenossen ein. Beispiele für Beutetiere sind Schnecken, Muscheln, Napfschnecken und Seepocken sowie andere Krebstiere. Große Landkrabben wie Rodriguezus garmani jagen sogar Schlangen. Zudem gibt es zahlreiche Arten, die bei Gelegenheit Aasfresser sind. Detritrusfresser (Detritivoren) wie die Grapsoidea ernähren sich von abgestorbenen Pflanzenresten (Detritus), die relativ nährstoffarm sind und wenig Stickstoff enthalten. Detritrusfresser spielen eine wichtige Rolle beim Abbau organischer Substanz im Ökosystem und reduzieren vor allem in Mangrovenwäldern das Ausschwemmen von Nährstoffen mit den Gezeiten. Die Vielfalt der Ernährungsweisen hat einen großen Einfluss auf die Morphologie, insbesondere auf die Ausgestaltung der Mundwerkzeuge und des Verdauungssystems.
Quellen: de.wikipedia.org
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